Nacht vor der Hochzeit: 21 Dinge, die euch jetzt wirklich guttun

Nacht vor der Hochzeit: 21 Dinge, die euch jetzt wirklich guttun

Zusammen einschlafen, getrennt bei den besten Freund:innen übernachten oder noch bis Mitternacht Tischkarten sortieren? Die Nacht vor der Hochzeit fühlt sich für jedes Paar anders an. Entscheidend ist nicht, welche Tradition ihr erfüllt, sondern dass die letzten Stunden übersichtlich bleiben und ihr am Morgen alles griffbereit habt.

Auf einen Blick: Ihr müsst vor der Hochzeit nicht getrennt schlafen. Die traditionelle Variante kann den ersten Blick am Hochzeitstag besonderer machen, während eine gemeinsame Nacht für andere Paare vertrauter und entspannter ist. Beides ist richtig. Am Abend vor der Hochzeit sollten nur noch drei Dinge passieren: offene Aufgaben übergeben, Kleidung und wichtige Gegenstände vollständig bereitlegen und den restlichen Abend nicht mehr mit neuer Organisation füllen.

Die direkte Antwort auf die häufigste Frage zuerst: Ihr könnt die Nacht vor der Hochzeit gemeinsam oder getrennt verbringen. Es gibt keine Variante, die grundsätzlich besser ist. Manche Paare möchten sich erst bei der Trauung sehen, andere wünschen sich gerade in dieser besonderen Nacht die vertraute Nähe des Partners oder der Partnerin.

Auch der Abend vor der Hochzeit muss nicht perfekt ruhig, romantisch oder emotional sein. Vielleicht seid ihr aufgeregt. Vielleicht fühlt sich alles erstaunlich normal an. Vielleicht wechseln Vorfreude und Nervosität innerhalb weniger Minuten. Ihr müsst daraus kein besonderes Ritual machen.

Wichtiger ist, dass die Organisation irgendwann endet. Wenn um 22 Uhr noch Lieferzeiten abgestimmt, Sitzplätze verschoben und Fragen aus der Gästegruppe beantwortet werden, liegt das meist nicht an fehlender Vorbereitung — sondern daran, dass niemand einen klaren Schlusspunkt gesetzt hat.

1. Zusammen oder getrennt schlafen?

Ob ihr zusammen oder getrennt schlafen möchtet, hängt vor allem davon ab, wie ihr euren Hochzeitstag beginnen wollt. Stellt euch nicht die Frage, was „man“ vor einer Hochzeit macht. Fragt euch, welche Variante zu euch, euren Unterkünften und dem geplanten Getting Ready passt.

Gemeinsam übernachten

Eine gemeinsame Nacht kann sich richtig anfühlen, wenn ihr euren Alltag bewusst noch einmal miteinander erleben möchtet. Ihr könnt gemeinsam ankommen, letzte Dinge abgleichen und den nächsten Morgen zusammen beginnen.

Diese Variante ist oft praktisch, wenn:

  • ihr am selben Ort übernachtet,
  • euer Getting Ready erst später getrennt beginnt,
  • euch eine gemeinsame Nacht Sicherheit gibt,
  • ihr keinen inszenierten First Look plant,
  • die getrennte Unterbringung unnötige Fahrten verursachen würde.

Getrennt übernachten

Getrennt zu schlafen kann den Übergang zum Hochzeitstag bewusst markieren. Manche verbringen den Abend bei Eltern, Geschwistern, Trauzeug:innen oder der engsten Freundesgruppe. Andere übernachten lediglich in verschiedenen Hotelzimmern.

Diese Variante kann gut passen, wenn:

  • ihr euch erst bei der Trauung oder beim First Look sehen möchtet,
  • euer Getting Ready an verschiedenen Orten stattfindet,
  • ihr jeweils Zeit mit euren wichtigsten Menschen verbringen möchtet,
  • Friseur, Make-up oder Foto-Team früh und getrennt starten,
  • die räumliche Trennung für euren Ablauf ohnehin sinnvoll ist.
Die einfache Entscheidung: Wählt die Variante, bei der ihr euch am Morgen weniger organisieren und nicht mehr koordinieren müsst. Die Nacht vor der Hochzeit soll euren Ablauf erleichtern — nicht eine zusätzliche Tradition erzeugen, die euch unter Druck setzt.

2. Tradition und moderne Varianten

Die Vorstellung, dass sich das Hochzeitspaar in der Nacht vor der Hochzeit nicht sehen darf, gehört zu den bekannten Hochzeitsbräuchen. Häufig wird sie mit Aberglauben oder dem Wunsch nach einem besonders emotionalen Wiedersehen verbunden.

Heute gestalten viele Paare diesen Teil freier. Einige schlafen getrennt, treffen sich aber morgens auf einen Kaffee. Andere verbringen die Nacht gemeinsam und ziehen sich erst zum Getting Ready zurück. Wieder andere beginnen den Hochzeitstag komplett zusammen und helfen sich sogar gegenseitig bei den letzten Vorbereitungen.

Mögliche Varianten sind:

  • gemeinsam schlafen und morgens getrennt ins Getting Ready starten,
  • getrennte Hotelzimmer im selben Gebäude,
  • Übernachtung bei den jeweiligen Familien,
  • Abendessen gemeinsam, danach getrennte Wege,
  • gemeinsamer Morgen mit anschließendem First Look,
  • die gesamte Vorbereitung bewusst als Paar erleben.

Tradition kann einen schönen Rahmen geben. Sie sollte euch jedoch nicht dazu bringen, den Vorabend komplizierter zu gestalten, als er sein muss.

3. 21 Dinge, die euch jetzt wirklich guttun

Die folgenden Punkte sind keine Pflichtaufgaben, die ihr alle noch in einen Abend quetschen müsst. Sie helfen euch dabei, offene Enden zu schließen und den Hochzeitstag nicht schon am Vorabend zu beginnen.

1

Entscheidet bewusst, wo ihr übernachtet

Klärt nicht erst spät am Abend, wer in welchem Zimmer schläft. Prüft Schlüssel, Check-in, Gepäck, Parkplätze und die Fahrt zum Getting Ready.

2

Legt eine Uhrzeit für das Ende der Organisation fest

Bestimmt einen Zeitpunkt, ab dem keine neuen Aufgaben mehr begonnen werden. Was bis dahin nicht erledigt ist, wird übergeben, vereinfacht oder bewusst gestrichen.

3

Übergebt offene Aufgaben

Letzte Lieferfragen, Gästerückfragen und Dienstleisterkontakte gehören ab jetzt zu Trauzeug:innen, Wedding Planner oder Tageskoordination. Gebt nur vollständige Informationen weiter.

4

Prüft den Ablauf nur noch ein einziges Mal

Geht Beginn, Fahrten, Getting Ready, First Look und Trauung kurz durch. Danach bleibt der Zeitplan geschlossen, sofern kein echter Notfall eintritt.

5

Speichert die wichtigsten Kontakte

Location, Foto-Team, Styling, Trauzeug:innen, Shuttle und Tageskoordination sollten schnell erreichbar sein. Das bedeutet nicht, dass ihr selbst alle Gespräche führen müsst.

6

Legt Dokumente vollständig bereit

Personalausweise, standesamtliche Unterlagen und weitere benötigte Dokumente kommen gemeinsam in eine klar erkennbare Tasche oder Mappe.

7

Klärt, wer die Ringe übernimmt

Die Ringe sollten am Vorabend bereits bei der verantwortlichen Person sein oder am Morgen an einem eindeutig vereinbarten Ort übergeben werden.

8

Hängt beide Outfits vollständig auf

Nicht nur Kleid und Anzug zählen. Legt auch Hemd, Unterwäsche, Socken, Schmuck, Schuhe, Gürtel, Schleier, Fliege oder Krawatte dazu.

9

Entfernt Etiketten und Verpackungen

Preisschilder, Schutzfolien, Schuhpapier und unnötige Verpackungen müssen nicht erst während des Getting Ready verschwinden.

10

Packt die Tasche für den Hochzeitstag

Alles, was zwischen Getting Ready und Feier gebraucht wird, gehört in eine einzige übersichtliche Tasche. Vermeidet mehrere kleine Beutel an verschiedenen Orten.

11

Packt Kleidung für den nächsten Morgen

Denkt an ein vollständiges Outfit für Frühstück, Heimfahrt oder Brunch. So müsst ihr nicht im Hochzeitsoutfit oder in zufällig übrig gebliebenen Sachen abreisen.

12

Legt Schlüssel, Karten und Zahlungsmittel zusammen

Hotelkarte, Autoschlüssel, Portemonnaie und wichtige Umschläge sollten einen festen Platz haben und nicht in Dekokisten oder Jackentaschen verschwinden.

13

Ladet notwendige Geräte

Handys, Smartwatch, Kopfhörer und gegebenenfalls Lautsprecher oder andere benötigte Geräte sollten am Morgen einsatzbereit sein. Packt auch die passenden Ladekabel ein.

14

Prüft Wetter und Plan B ein letztes Mal

Wenn eine wetterabhängige Entscheidung offen ist, trefft sie zur vereinbarten Uhrzeit gemeinsam mit der Location. Danach gilt der festgelegte Ablauf.

15

Stellt die Gästekommunikation fertig

Programm, Treffpunkte und mögliche Änderungen sollten auf eurer Hochzeitswebsite aktuell sein. Danach übernimmt eine Kontaktperson kurzfristige Rückfragen.

16

Esst den Abend so, wie es zu euch passt

Der Vorabend muss kein inszeniertes Dinner sein. Wählt etwas Vertrautes und plant genug Zeit ein, damit das Essen nicht zwischen Kisten und Telefonaten stattfindet.

17

Begrenzt die Gästerunde

Ein kleiner Abend mit den engsten Menschen kann schön sein. Eine spontane Vorfeier mit ständigem Kommen und Gehen erzeugt dagegen schnell neue Organisation.

18

Nehmt euch einen kurzen Moment zu zweit

Auch wenn ihr getrennt schlaft, könnt ihr vorher telefonieren, spazieren gehen oder einige Minuten zusammensitzen. Es muss kein tiefes Gespräch sein.

19

Erlaubt euch unterschiedliche Gefühle

Eine Person ist vielleicht aufgeregt, während die andere ruhig bleibt. Daraus müsst ihr weder ein Problem noch einen Beweis für fehlende Vorfreude machen.

20

Gebt das Handy für Rückfragen ab

Legt fest, dass organisatorische Nachrichten ab einer bestimmten Uhrzeit an eine andere Person gehen. Persönliche Nachrichten dürft ihr natürlich weiterhin lesen.

21

Lasst den Abend enden, ohne ihn perfektionieren zu wollen

Die Nacht vor der Hochzeit muss weder besonders produktiv noch besonders romantisch sein. Sobald alles Wichtige bereitliegt, ist genug getan.

4. Konkrete Abendroutine ab 18 Uhr

Der folgende Zeitplan ist eine Vorlage. Passt ihn an Fahrwege, Hotel, Probe, Abendessen und euren persönlichen Ablauf an. Entscheidend ist weniger die genaue Minute als die klare Reihenfolge.

Uhrzeit Was jetzt ansteht Was danach abgeschlossen ist
18:00 Uhr Offene Aufgaben prüfen und an die zuständigen Personen übergeben Ihr seid nicht mehr die erste Anlaufstelle für Organisation
18:30 Uhr Abendessen und Ankommen am Übernachtungsort Gepäck, Schlüssel und Zimmer sind geklärt
19:15 Uhr Outfit, Accessoires, Dokumente und Tasche vollständig bereitlegen Beim Getting Ready muss nichts mehr gesucht werden
20:00 Uhr Kurzer letzter Abgleich mit Trauzeug:innen oder Tageskoordination Zuständigkeiten und Startzeiten sind bestätigt
20:20 Uhr Hochzeitswebsite und mögliche kurzfristige Hinweise prüfen Gäste sehen den aktuellen Ablauf
20:30 Uhr Duschen, persönliche Vorbereitung und Kleidung für den Morgen richten Der organisatorische Teil des Abends ist beendet
21:15 Uhr Zeit miteinander, mit Familie oder Freund:innen verbringen Keine neuen Hochzeitsaufgaben mehr beginnen
22:00 Uhr Organisatorische Nachrichten an die Kontaktperson übergeben Das Handy ist nicht mehr eure Einsatzzentrale
Danach Den Abend nach eurer normalen persönlichen Routine ausklingen lassen Der Hochzeitstag darf morgen beginnen
Wichtig: Der Zeitplan soll euch nicht eine weitere perfekte Routine vorschreiben. Wenn ihr später im Hotel ankommt oder länger mit eurer Familie zusammensitzen möchtet, verschiebt die Punkte. Haltet lediglich daran fest, dass neue organisatorische Aufgaben irgendwann enden.

5. Packliste für die Nacht vor der Hochzeit

Packt möglichst nach Verwendung und nicht nach Kategorien. Alles für das Getting Ready kommt an einen Ort, alles für die Trauung an einen zweiten und alles für den nächsten Morgen in eine separate Tasche.

Für das Getting Ready

  • vollständiges Hochzeitsoutfit
  • Unterwäsche und Socken
  • Schuhe und gegebenenfalls Ersatzschuhe
  • Schmuck und Accessoires
  • Parfum und persönliche Pflegeprodukte
  • Frisur- und Make-up-Zubehör nach Absprache
  • bequemes Outfit für die Vorbereitung
  • Handy und Ladekabel

Für Trauung und Feier

  • Ausweise und erforderliche Dokumente
  • Ringe beziehungsweise bestätigte Übergabe
  • Gelübde oder Rede
  • Portemonnaie und Schlüssel
  • kleines Notfallset
  • persönliche Medikamente
  • Taschentücher
  • Kontaktliste der wichtigsten Personen

Für die Übernachtung

  • Schlafkleidung
  • Zahnbürste und Pflegeprodukte
  • Hotelunterlagen oder Buchungsbestätigung
  • Ladekabel und benötigte Technik
  • Getränk für das Zimmer
  • persönliche Medikamente

Für den nächsten Morgen

  • vollständiges Wechseloutfit
  • bequeme Schuhe
  • frische Unterwäsche und Socken
  • Tasche für das Hochzeitsoutfit
  • Beutel für getragene Kleidung
  • Autoschlüssel oder Rückfahrtticket

6. Checkliste für Braut und Bräutigam

Die Aufteilung ist nur eine praktische Orientierung. Passt die Listen an eure Kleidung, Rollen und persönlichen Bedürfnisse an. Ergänzend hilft unser Leitfaden dazu, wie sich die Braut auf den Hochzeitstag vorbereitet.

Zum Abhaken: Checkliste „Die letzten 24 Stunden vor der Hochzeit“ als PDF herunterladen – vier Seiten für Braut und Bräutigam, mit gemeinsamer Packliste und Hochzeitsmorgen.

Checkliste für die Braut

  • Brautkleid vollständig und geschützt aufgehängt
  • Schuhe und mögliche Wechselschuhe
  • Unterwäsche und gegebenenfalls Strumpfhose
  • Schmuck
  • Schleier oder Haarschmuck
  • Getting-Ready-Outfit
  • Parfum und persönliche Pflegeprodukte
  • Absprachen mit Styling-Team bestätigt
  • Brautstrauß-Abholung einer Person zugewiesen
  • kleine Tasche für den Hochzeitstag gepackt
  • Wechselkleidung für den nächsten Morgen

Checkliste für den Bräutigam

  • Anzug oder Hochzeitsoutfit vollständig aufgehängt
  • Hemd und gegebenenfalls Ersatzhemd
  • Schuhe, Gürtel und passende Socken
  • Krawatte, Fliege oder Einstecktuch
  • Manschettenknöpfe und Uhr
  • persönliche Pflegeprodukte
  • Absprachen mit Barber oder Styling bestätigt
  • Ansteckblume einer Person zugewiesen
  • Gelübde oder Rede eingepackt
  • Ausweise und Dokumente geprüft
  • Wechselkleidung für den nächsten Morgen

Falls eine Person die Ringe, Dokumente oder Umschläge für Dienstleister übernimmt, sollte dies auf beiden Checklisten eindeutig vermerkt sein. „Ich dachte, du hast sie“ ist am Morgen keine hilfreiche Zuständigkeit.

7. Mit Nervosität vor der Hochzeit umgehen

Nervosität vor der Hochzeit ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass etwas falsch läuft. Ein großer, lange geplanter Tag steht unmittelbar bevor. Viele Menschen erleben dabei gleichzeitig Vorfreude, Anspannung, Müdigkeit und das Gefühl, noch an etwas denken zu müssen. Konkrete Gegenmaßnahmen findet ihr in unseren Tipps, wie ihr Stress am Hochzeitstag vermeidet.

Hilfreich ist zunächst, zwischen zwei Arten von Unruhe zu unterscheiden:

  • Organisatorische Unruhe: Ihr seid unsicher, ob etwas erledigt, übergeben oder eingepackt wurde.
  • Emotionale Aufregung: Alles ist vorbereitet, aber der bevorstehende Moment fühlt sich groß an.

Organisatorische Unruhe lässt sich durch eine letzte klare Checkliste reduzieren. Prüft den konkreten Punkt, trefft eine Entscheidung und schließt das Thema anschließend ab.

Emotionale Aufregung muss nicht „gelöst“ werden. Ihr könnt darüber sprechen, einen kurzen Moment allein verbringen oder den Abend in vertrauter Gesellschaft fortsetzen. Entscheidend ist, dass niemand von euch erwartet, sich auf eine bestimmte Weise fühlen zu müssen.

Wenn ihr nicht sofort einschlaft

Macht aus dem Einschlafen keine weitere Aufgabe auf eurer Liste. Der Abend ist nicht gescheitert, nur weil ihr noch wach seid oder euch Gedanken durch den Kopf gehen. Vermeidet vor allem, die Zeit wieder mit neuen Planungsaufgaben zu füllen.

Bei starken oder ungewöhnlichen körperlichen Beschwerden solltet ihr euch nicht auf allgemeine Hochzeitstipps verlassen, sondern medizinischen Rat einholen.

8. Was ihr am Vorabend besser nicht mehr macht

Neue Dekoration beginnen

Der Abend vor der Hochzeit ist nicht der richtige Zeitpunkt, noch spontan Schilder zu gestalten, Gastgeschenke umzupacken oder ein neues Tischkonzept auszuprobieren.

Die Sitzordnung grundsätzlich ändern

Kleine notwendige Korrekturen sind möglich. Größere Umbauten führen dagegen zu neuen Namenskarten, Cateringfragen und Verwirrung bei der Location.

Alle Gäste persönlich zurückrufen

Fragen zu Parkplatz, Hotel, Dresscode oder Uhrzeiten sollten über eure Hochzeitswebsite und eine Kontaktperson beantwortet werden.

Den gesamten Ablauf noch einmal infrage stellen

Wenn der Ablauf mit Location und Dienstleistern abgestimmt wurde, braucht er am Vorabend keine kreative Neufassung.

Ungewohnte Beauty-Experimente einplanen

Größere Veränderungen an Haaren, Hautpflege oder Styling gehören nicht spontan in die letzten Stunden. Haltet euch an die bereits geplanten und mit euren Dienstleister:innen abgestimmten Schritte.

Aus der Nacht eine Pflichtveranstaltung machen

Weder eine große Vorfeier noch ein emotionaler Familienabend sind vorgeschrieben. Ihr dürft den Abend kurz, ruhig und unspektakulär gestalten.

9. Ablauf und Gästeinformationen abschließen

Bevor ihr die Organisation beendet, sollte eine letzte Person prüfen, ob Programm, Treffpunkte und kurzfristige Änderungen korrekt veröffentlicht sind. Danach muss nicht mehr jede einzelne Frage bei euch landen. Welche Fragen typischerweise aufkommen, zeigt das FAQ für die Hochzeitswebsite.

Auf eurer Hochzeitswebsite von MyWeddingPlace könnt ihr Ablauf, Locations, Anfahrt, Hotels, Dresscode und weitere Informationen für eure Gäste zentral bereitstellen. Falls sich am Vorabend noch etwas ändert, aktualisiert ihr die betreffende Information an einem Ort.

Geht euren finalen Hochzeitsablauf noch einmal aus Sicht eurer Gäste durch:

  • Ist klar, wann die Gäste ankommen sollen?
  • Sind alle Treffpunkte eindeutig?
  • Ist ein möglicher Plan B aktuell?
  • Sind Kontaktpersonen erreichbar?
  • Stimmen Shuttle- und Hotelinformationen?
Der letzte digitale Schritt: Legt nach der Aktualisierung fest, wer kurzfristige Gästefragen beantwortet. Danach müsst ihr nicht mehr kontrollieren, ob in drei verschiedenen Gruppen neue Nachrichten eingegangen sind.

10. Fazit

Die Nacht vor der Hochzeit muss keiner festen Tradition folgen. Ihr dürft gemeinsam einschlafen, getrennt bei euren Lieblingsmenschen übernachten oder euch erst am nächsten Tag wiedersehen. Entscheidend ist, dass eure Wahl zu eurem Ablauf und zu euch als Paar passt.

Was am Vorabend noch erledigt werden muss, ist überschaubar: Aufgaben übergeben, Dokumente und Ringe klären, Outfits vollständig bereitlegen und die Taschen für Hochzeitstag und nächsten Morgen packen. Alles andere darf warten.

Ihr habt lange genug geplant. Dieser Abend muss nicht mehr beweisen, dass ihr an alles gedacht habt. Er darf einfach der letzte Abend vor eurem gemeinsamen Hochzeitstag sein.

11. Häufige Fragen

Sollte man die Nacht vor der Hochzeit getrennt schlafen?
Nein, das ist keine Pflicht. Manche Paare schlafen aus Tradition oder wegen eines geplanten First Looks getrennt. Andere verbringen die Nacht bewusst gemeinsam, weil es sich vertrauter anfühlt oder organisatorisch einfacher ist. Wählt die Variante, die zu eurem Ablauf passt.
Wo verbringt die Braut die Nacht vor der Hochzeit?
Möglich sind das gemeinsame Zuhause, ein Hotel, das Elternhaus oder eine Übernachtung mit Trauzeuginnen und Freundinnen. Entscheidend sind kurze Wege, ausreichend Platz für das Getting Ready und ein zuverlässiger Zugang für Styling- und Foto-Team.
Wo verbringt der Bräutigam die Nacht vor der Hochzeit?
Auch hier gibt es keine feste Regel. Der Bräutigam kann zu Hause, im Hotel, bei Familie oder gemeinsam mit Freunden übernachten. Wichtig ist, dass Outfit, Dokumente und die Fahrt zum nächsten Termin vollständig organisiert sind.
Was muss am Abend vor der Hochzeit noch erledigt werden?
Prüft den Ablauf ein letztes Mal, übergebt offene Aufgaben, legt Dokumente und Outfits bereit und packt die Taschen für Hochzeitstag und nächsten Morgen. Danach sollten keine neuen Planungsprojekte mehr begonnen werden.
Was sollte man für die Nacht vor der Hochzeit einpacken?
Benötigt werden das vollständige Hochzeitsoutfit, Schuhe, Accessoires, Pflegeprodukte, Dokumente, persönliche Medikamente, Ladekabel sowie Wechselkleidung für den nächsten Morgen. Ringe und Gelübde sollten eindeutig einer verantwortlichen Person zugeordnet sein.
Ist Nervosität vor der Hochzeit normal?
Viele Menschen sind vor einem großen und lange geplanten Ereignis aufgeregt. Das kann sich als Vorfreude, Unruhe oder wechselnde Stimmung zeigen. Prüft zunächst, ob noch eine konkrete organisatorische Frage offen ist. Emotionale Aufregung muss dagegen nicht vollständig verschwinden.
Was tun, wenn man in der Nacht vor der Hochzeit nicht schlafen kann?
Macht daraus keine weitere Aufgabe und beginnt nicht wieder mit der Hochzeitsplanung. Der Abend muss nicht perfekt verlaufen. Bei starken, ungewöhnlichen oder gesundheitlich belastenden Beschwerden solltet ihr medizinischen Rat einholen.
Darf sich das Hochzeitspaar am Morgen vor der Trauung sehen?
Natürlich. Ob ihr euch morgens seht, gemeinsam frühstückt oder bis zum First Look getrennt bleibt, entscheidet ihr selbst. Traditionelle Vorstellungen sind eine mögliche Gestaltung, aber keine verbindliche Regel.
Wer sollte am Vorabend Gästefragen beantworten?
Idealerweise übernehmen Trauzeug:innen, Wedding Planner oder eine festgelegte Kontaktperson die letzten organisatorischen Fragen. Programm, Anfahrt und aktuelle Änderungen sollten zusätzlich zentral auf der Hochzeitswebsite stehen.
Wie früh sollte die Organisation am Vorabend beendet werden?
Dafür gibt es keine allgemeingültige Uhrzeit. Legt jedoch einen klaren Zeitpunkt fest, nach dem keine neuen Aufgaben mehr begonnen werden. In der vorgeschlagenen Abendroutine endet der organisatorische Teil ungefähr zwischen 20:30 und 21:00 Uhr.